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Buch-Tipps

Kurt Hofmann:
"Sehnsucht habe ich immer nach Hamburg..."

Johannes Brahms und seine Vaterstadt - Legende und Wirklichkeit

"Sehnsucht habe ich immer nach Hamburg und es sind meine liebsten, wenngleich wehmütigen Stunden, wenn ich abends allein sitze und zurückdenke..." So beschrieb Johannes Brahms in einem Brief seine wahren Gefühle gegenüber seiner Vaterstadt.

Ohne den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, wurde in der Biographik und Musikforschung, ja durch Brahmssche Äußerungen selbst, immer wieder der Eindruck genährt, dass Hamburg seinen größten Sohn schlecht behandelt habe, wodurch eine lebenslange Kränkung des Genies dieser Stadt gegenüber herrühre. Mit solchen und anderen Legenden hat der Autor und Brahms-Forscher Kurt Hofmann - unter Zugrundelegung genauer Fakten - gründlich aufgeräumt. Dabei erfährt der Leser aufschlussreiche Einzelheiten aus Brahms' Familie und zu seiner persönlichen Entwicklung - bis hin zu den Triumphen und Ehrungen, die ihm in Hamburg zuteil wurden. Die Wiedergabe vieler Dokumente, wie Fotos, Programmzettel, Zitate, vor allem aber ein bisher nur hier veröffentlichter Brief der Mutter, geben davon Zeugnis. 

Wie fruchtbar Brahms' Beziehungen zu seiner Vaterstadt Hamburg waren, machen Übersichten der in Hamburg komponierten und uraufgeführten Werke deutlich. Ein Kapitel widmet sich der Brahms-Pflege in Hamburg. Auch nach dem Tode des großen Komponisten ist seinem Andenken in Hamburg auf vielfältige Weise Rechnung getragen worden. Eine spezielle Zeittafel, die Brahms' lebenslange Verbindung mit Hamburg zeigt, und ca. 60 schwarzweiße Abbildungen runden das Bild ab und verdeutlichen noch einmal, wie sehr die Stadt Hamburg ihren größten Sohn geehrt hat.

160 Seiten, 60 Abb., Hardcover, geb. Dialog-Verlag, Reinbek 2003 - Preis € 18,90 
Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt vom Verlag: . ISBN: 3-923707-33-9
Haidkoppelweg 24b, 21465 Reinbek. Tel. 040 - 711 14 24 . FAX: 040 - 710 12 67


Renate und Kurt Hofmann:
Johannes Brahms auf Schloß Altenstein 


Die umfassende Darstellung von Johannes Brahms' Aufenthalten auf Schloß Altenstein, der Sommerresidenz des Herzogs Georg II. von Sachsen-Meiningen und seiner Gemahlin, der Freifrau Helene von Heldburg, in den Jahren 1894 und 1895 leitet eine Beschreibung der ersten Begegnung des Komponisten mit dem Herzogspaar, vermittelt durch den Hofkapellmeister Hans von Bülow, ein, gefolgt von Berichten über Konzerte mit der Meininger Hofkapelle unter dessen und unter Brahms' Leitung. Den Verfassern ist es gelungen, hierzu einen bisher unbekannten Brief von Johannes Brahms an Hans von Bülow zu entdecken, der hier erstmals wiedergegeben wird. Anschaulich werden die Versuche des Herzogspaares geschildert, Brahms zu Aufenthalten nach Thüringen und Schloß Altenstein zu veranlassen bis zum glücklichen Ergebnis - Brahms' dreimalige Besuche auf dem Schloß. Neben der Beschreibung des Schlosses und des Gesamtkunstwerkes Schloß und Park Altenstein, die zu den zehn schönsten Parkanlagen Deutschlands gehört, wird der Verlauf dieser Tage ausführlich dargestellt: die Musik, die dabei erklang - die frühesten Aufführungen der Klarinettensonaten op. 120 und eine Auswahl der "Deutschen Volkslieder" -, die Lektüre, der sich Brahms hier widmete, sowie die Korrespondenz, die er von hier aus erledigte, wobei auch ein bisher unveröffentlichter Brief zum Abdruck gelangt. Das Buch endet mit einem Blick auf die bis zum Tode von Brahms und darüber hinaus währende Freundschaft des Herzogspaares zu dem Komponisten.

2003 Verlag Klaus-Jürgen Kamprad, Altenburg
ISBN: 9-350 550-29.6 - 40 Seiten mit 18 Abbildungen, Preis € 9,80


Kurt und Renate Hofmann:
Johannes Brahms privat 

Tafelfreuden und Geselligkeit

Brahms' Meisterwerke machen uns neugierig auf den Menschen hinter seiner Musik. Ist es möglich, eine lebendige Vorstellung der Persönlichkeit des Komponisten zu erhalten, indem man seine Art zu leben und zu genießen sowie seine Art des Umgangs mit seinen Zeitgenossen betrachtet?
Die Autoren dieses Buches, beide Brahms-Preisträger der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein, haben es auf kongeniale Art geschafft, aus Briefen sowie Erinnerungen von Freunden und Bekannten ein anschauliches Bild von Brahms' Naturell zu gewinnen. Zeigte er sich oft verschlossen und wortkarg, ja geradezu abweisend und sarkastisch, war Brahms unter Freunden und in geselliger Runde als ausgiebig genießender und humorvoller Gast geschätzt. Um Brahms als Genießer, wie ihn seine Freunde und Zeitgenossen erlebt haben, geht es in diesem Buch. Die Autoren konnten neben Briefen und Notizen vor allem schwer zugängliche und vielfach unbekannte Brahms-Literatur für ihre Arbeit verwenden. Im Zusammenhang mit dem seltenen, zum Teil bisher unveröffentlichten Bildmaterial entsteht ein facettenreiches, wenig bekanntes Bild des großen Komponisten in seinem Alltag.

2002 Boyens Buchverlag, Wulf-Isebrand-Platz, 25746 Heide
ISBN: 3-8042-1091-0 . 88 Seiten, zahlreiche Abbildungen . Preis: € 12,80
Tel. Sylvia Scholz, Tel. 0481/6886-164, FAX -467, E-Mail: sylvia.scholz@boyens-medien.de
 

Hans Küntzel: 
"Aber Fesseln tragen kann ich nicht"

Johannes Brahms und Agathe von Siebold

Göttingen spielte eine nicht unbedeutende Rolle für persönliche und berufliche Weichenstellungen des Komponisten Johannes Brahms. Hier gewann er 1853 die lebenslange Freundschaft des Geigenvirtuosen Joseph Joachim. Und hier lernte er Agathe von Siebold kennen und lieben. Er trennte sich jedoch von ihr, um nach dem Motto "frei, aber einsam" sein reiches schöpferisches Leben mit dem Preis der Ehelosigkeit zu bezahlen.
Hans Küntzel lässt in seinem Buch Dokumente sprechen, Briefe von und an Brahms, Agathe von Siebold, Clara Schumann und andere. Sie vermitteln Einblicke in die Welt eines Musikers auf der Suche nach seinem Weg. Dabei wird eine kleinstädtische Welt lebendig, in der sich Professorenhäuser für Soireen öffnen, kreative Köpfe um Honorare und Instrumentierungen streiten und ein junger Komponist seiner Liebe in Musikstücken subtilen Ausdruck
verleiht.

2003 Steidl Verlag, Göttingen
ISBN: 3-88243-888-6 . 160 Seiten . € 18,--
 

Norbert Bolin (Herausgeber): Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem 
Vorträge, Europäisches Musikfest Stuttgart 2003
Bärenreiter-Verlag Kassel 2004,
ISBN 3-7618-1740-1. 238 Seiten. Preis: € 34,95.
 
Johannes Forner:
Brahms. Das Porträt eines Komponisten

Verlag Faber & Faber Leipzig 2007
ISBN 978-3-86730-0421. 320 Seiten. € 17,90.
 
Wolfgang Sandberger/ Christiane Wiesenfeldt (Hg.):
Musik und Musikforschung. Johannes Brahms im Dialog mit der Geschichte.

Bärenreiter-Verlag Kassel 2007
ISBN 978-3761-8210-15. 360 Seiten. € 39, 95.
 

Johannes-Brahms-Gesellschaft Internationale Vereinigung e.V.
Peterstr. 39, 20355 Hamburg, Tel. 040 - 4191 3086 | Fax 040-3501 6861 | E-Mail: info@brahms-hamburg.de